Wie du Mitarbeitende zurück ins Büro holst, ohne sie zu verlieren

Alina Kuteeva

How to Design a New Headquarters That Works for Hybrid Teams in 2026

Alina Kuteeva

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Der Leitfaden zur Rückkehr ins Büro

Der Leitfaden zur Rückkehr ins Büro

Die meisten Regelungen zur Rückkehr ins Büro werden befolgt und scheitern trotzdem. Jemand kommt am Dienstag ins Büro, weil die Regelung drei Bürotage pro Woche vorsieht, und die beiden Teammitglieder, um die es ging, arbeiten an diesem Tag im Homeoffice. Niemand hat gegen eine Regel verstoßen und alle haben ihre drei Tage erfüllt, aber die Tage haben nicht zusammengepasst, und der Weg war umsonst.

In keiner Anwesenheitsstatistik taucht das auf, und genau deshalb bleibt das Problem so lange unbemerkt. Der JLL Global Occupancy Planning Benchmark 2026, der 84 Unternehmen und rund 66 Millionen Quadratmeter Bürofläche auswertet, zeigt: 62 Prozent der Unternehmen schreiben inzwischen eine feste Zahl an Bürotagen vor, ein Jahr zuvor waren es 49 Prozent. Die Auslastung liegt weiterhin bei 56 Prozent, das Ziel bei 74 Prozent. Die Regeln wurden schneller strenger, als sich die Büros gefüllt haben.

Die Zahl der Tage ist die unwichtigste Entscheidung, die du triffst. Wichtiger ist, wer die Tage auswählt, denn das prägt, wie Mitarbeitende die Regelung aufnehmen, und wie viele Menschen dein Büro danach tatsächlich fassen kann.

Dieser Leitfaden richtet sich an HR- und Workplace-Teams in mittelständischen Unternehmen und an die IT-Verantwortlichen, bei denen die Tools am Ende landen.

Was bedeutet Rückkehr ins Büro 2026?

Rückkehr ins Büro heißt selten fünf Tage pro Woche. In der Praxis beschreibt der Begriff jede Bewegung hin zu mehr Präsenz, von komplett remote auf zwei Tage oder von zwei Tagen auf drei. Volle Präsenzpflicht gibt es, sie ist aber die Ausnahme und nicht das, was die meisten Unternehmen meinen, wenn sie Mitarbeitende zurückholen.

Entschieden wird also meist, welches hybride Modell laufen soll. Davon gibt es vier, und die meisten Diskussionen darüber, ob Rückkehr ins Büro funktioniert, entstehen, weil zwei Seiten über unterschiedliche Modelle sprechen.

Volle Präsenzpflicht. Eine feste Zahl an Tagen für alle, meist vier oder fünf. Funktioniert, wenn die Arbeit selbst an einen Ort gebunden ist. Scheitert, wenn sich Rollen im Bedarf an Zusammenarbeit unterscheiden und die Regelung das ignoriert.

Strukturiertes Hybridmodell. Das Unternehmen setzt ein Minimum, die Teams wählen die Tage. Funktioniert, wenn Teams voneinander abhängen und sich überschneiden müssen. Scheitert, wenn niemand koordiniert und aus flexibel unbemerkt zufällig wird.

Rollenbasierte Präsenz. Die Anforderungen unterscheiden sich je nach Funktion. Funktioniert, wenn du die Unterschiede erklären kannst. Scheitert, wenn die Logik nach Hackordnung aussieht.

Volle Flexibilität mit Leitlinien. Erwartungen werden kommuniziert, Anwesenheit wird nicht erfasst. Funktioniert, wenn Teams klein sind und sich ohnehin gut abstimmen. Scheitert, wenn Teams aus der informellen Koordination herauswachsen.

Das strukturierte Hybridmodell ist inzwischen der Standard. JLL verzeichnet die größte Veränderung innerhalb eines Jahres seit Beginn der Erhebung: Der Anteil der Mitarbeitenden mit drei bis vier Bürotagen pro Woche stieg auf 55 Prozent, ein Plus von 19 Prozentpunkten, während vollständig remote arbeitende Mitarbeitende von 18 auf 10 Prozent zurückgingen.

In der Praxis unterscheidet die Modelle nicht die Zahl der Tage, sondern wie viel Koordination dahintersteckt. Drei vorgeschriebene Tage, an denen niemand weiß, wer sonst kommt, ergeben einen schlechteren Bürotag als zwei Tage, an denen ein Team gemeinsam da ist. Mitarbeitende merken den Unterschied innerhalb von etwa zwei Wochen.

Funktionieren Präsenzpflichten?

Präsenzpflichten erhöhen die Anwesenheit. Viel mehr bewegen sie nicht.

Der Anwesenheitseffekt ist gut belegt. JLL stellt fest, dass 64 Prozent der Unternehmen mit einer eingeführten Präsenzpflicht eine höhere Auslastung gesehen haben.

Der Preis dafür liegt bei der Bindung. Eine in Nature veröffentlichte Studie begleitete 1.612 Mitarbeitende bei Trip.com, von denen die Hälfte zwei Tage pro Woche im Homeoffice arbeitete und die andere Hälfte durchgehend im Büro. Über sechs Monate kündigte die Gruppe mit zwei Homeoffice-Tagen rund ein Drittel seltener, und ihre Führungskräfte bewerteten die Arbeit nicht anders. Die Flexibilität hat Menschen gehalten, ohne Leistung zu kosten.

Am häufigsten wird eine Präsenzpflicht mit Innovation begründet, und dahinter steht die Annahme, dass gute Ideen Menschen im selben Raum brauchen. Das Fraunhofer IAO hat das 2026 geprüft, mit mehr als 2.000 Befragten, und keinen direkten Zusammenhang zwischen Büropräsenz und Innovationsfähigkeit gefunden. Unter denen, die häufig im Büro waren, gab es überdurchschnittlich und unterdurchschnittlich innovative Gruppen. Der Unterschied lag am Büro selbst. Die innovativen Gruppen bewerteten ihre Flächen als geeignet für kreative Zusammenarbeit und für bereichsübergreifende Begegnungen. Die anderen kamen genauso oft und fanden dort nichts, was den Weg gelohnt hätte.

Es reicht nicht, Mitarbeitende am selben Tag ins Büro zu holen. Wenn es keinen Platz für eine ungeordnete Whiteboard-Session gibt und keinen Anlass für zwei Abteilungen, sich zu begegnen, hast du Anwesenheit gekauft und sonst nichts.

Das Einzige, was eine Präsenzpflicht zuverlässig bewirkt, ist, dass Menschen ins Gebäude kommen. Einige werden deshalb kündigen. Und die, die bleiben, profitieren nur dann, wenn das Büro zu der Arbeit passt, die sie dort machen sollen.

Kehren europäische Firmen ins Büro zurück?

Wer die Schlagzeilen liest, könnte meinen, überall würden Mitarbeitende zurückbeordert. In Deutschland ist das nicht passiert.

Das ifo Institut erhebt das monatlich. Im Februar 2026 arbeiteten 24,3 Prozent der Beschäftigten zumindest teilweise von zu Hause. Dieser Wert hat sich seit 2022 kaum bewegt. Der Höchststand lag Anfang 2021 bei 32,3 Prozent, der Tiefstand im Sommer 2024 bei 23,4 Prozent. Die Rückrufe, die es in die Nachrichten schaffen, sind Einzelfälle und kein gesamtwirtschaftlicher Kurswechsel.

Aufschlussreicher als der Durchschnitt ist die Aufteilung nach Branchen. In der IT-Dienstleistung arbeiten 76,4 Prozent zumindest zeitweise im Homeoffice, in der Unternehmensberatung 67,6 Prozent, im verarbeitenden Gewerbe 15,4 Prozent. Wer HR in einem Softwareunternehmen macht, sollte sich vom bundesweiten Wert nicht täuschen lassen.

Auch die Büros in Europa füllen sich anders als anderswo. JLL zeigt, dass EMEA die einzige Region ist, in der die Auslastung seit 2023 gesunken ist, von 58 auf 55 Prozent. In allen anderen Regionen ist sie gestiegen.

Das hat Folgen für die Fläche. Hines weist darauf hin, dass Unternehmen wegen der Konzentration auf die Wochenmitte nicht so viel Fläche abgeben können, wie die durchschnittliche Belegung nahelegt. Gemietet wird das Gebäude weiterhin für fünf Tage. London hat die Fläche pro Mitarbeitendem seit 2019 um 13,8 Prozent reduziert, Berlin und Amsterdam deutlich weniger, weil hybrides Arbeiten dort schon vor 2020 üblich war.

Das amerikanische Vorgehen lässt sich also nicht übertragen. Europäische Unternehmen starten von einem anderen Punkt, und eine Regelung für eine Belegschaft, die das Büro nie verlassen hat, passt nicht zu einer, die nie vollständig zurückgekommen ist.

Wie viele Tage sollten Mitarbeitende im Büro sein?

Etwa zwei, wenn du eine Zahl brauchst. Aber die Zahl zuerst festzulegen, ist der häufigste Fehler.

Die belastbarste Grundlage liefert eine Studie des Fraunhofer IAO und der Techniker Krankenkasse, die zwei Jahre lang echte Produktivitätsdaten von rund 11.000 Beschäftigten ausgewertet hat. Für Aufgaben, die Menschen allein erledigen, war die Arbeit im Homeoffice etwa 20 Prozent produktiver. Bei der Gesamtproduktivität sah es anders aus. Sie stieg mit dem Homeoffice-Anteil bis zu einem Punkt und sank danach wieder, sobald mehr als rund 60 Prozent der Zeit außerhalb des Büros lag. Das entspricht etwa zwei Bürotagen pro Woche.

Der Grund ist, dass der Austausch im Büro nicht ersetzbar ist. Mitarbeitende bekommen weniger voneinander mit, und dann fehlen ihnen Informationen, die sie für die Arbeit zu Hause brauchen. Der Effekt verstärkt sich mit der Zeit: Je weniger Menschen kommen, desto weniger bringt es, zu kommen.

Der Wert ist ein Durchschnitt aus einem Unternehmen, also kein Zielwert. Er zeigt aber, dass es einen Kipppunkt gibt und dass er niedriger liegt, als die meisten Präsenzregelungen annehmen.

Sinnvoller ist es, rückwärts zu rechnen. Fang damit an, was deine Teams wirklich gemeinsam tun müssen: die Termine, die per Video schlecht laufen, das Onboarding, das nur nebeneinander funktioniert, die Projekte, bei denen zwei Abteilungen im selben Raum etwas lösen müssen. Zähl zusammen, wie viel davon zusammenkommt, und prüf dann, wie viele Menschen dein Büro an den entsprechenden Tagen fassen kann.

Wer die Zahl zuerst verkündet, verteidigt sie danach ein Jahr lang ohne guten Grund.

Wer sollte entscheiden, welche Tage das sind?

Die Teams selbst, und genau das machen die meisten Unternehmen falsch.

Gallup hat Mitarbeitende gefragt, wer ihre hybride Regelung festlegt und wie sie diese bewerten. Wo das Team gemeinsam entscheidet, halten 90 Prozent die Regelung für fair und 55 Prozent sagen, sie helfe der Zusammenarbeit. Wo die Führungsebene entscheidet, sind es 73 und 41 Prozent. Nur 11 Prozent der Mitarbeitenden arbeiten unter einer Regelung, die ihr Team selbst gesetzt hat. Fast ein Drittel arbeitet unter einer Vorgabe von oben.

Die Variante mit den besten Ergebnissen ist die am seltensten genutzte.

Jede Person einzeln entscheiden zu lassen, löst es auch nicht. Das schneidet bei Fairness gut ab, mit 88 Prozent, und bei Zusammenarbeit schlecht, mit 45 Prozent. Alle wählen den Tag, der ihnen passt, und im Büro sitzen dann Menschen, die nichts miteinander zu tun haben. Der Weg bleibt, der Nutzen fällt weg.

Team-Regelungen funktionieren, weil nur auf dieser Ebene jemand weiß, wofür die Überschneidung gut ist. Eine Geschäftsführung kann nicht wissen, dass das Designteam Mittwoch braucht, weil dann das Sprint Review liegt. Das Designteam weiß es.

Hier kommen Ankertage ins Spiel, also feste Tage pro Woche, an denen ein Team gemeinsam im Büro ist. Die Führungsebene setzt den Rahmen: die Mindestzahl an Tagen, die Kernzeiten, die Fairness-Regeln. Die Teams wählen innerhalb dieses Rahmens ihre Tage. So bekommst du die Verlässlichkeit, die eine Organisation braucht, und die Abstimmung, die ein Team braucht, ohne dass eines das andere aussticht.

Yoffix unterstützt genau das. Hybride Regelungen lassen sich auf Unternehmens-, Abteilungs- oder Teamebene konfigurieren, Ankertage werden pro Team gesetzt, und damit liegen das Unternehmensminimum und die Team-Entscheidung im selben System statt in einem Policy-PDF, das niemand liest, und einer Chatnachricht, an die sich niemand erinnert. Teams sehen, wer an welchem Tag kommt, bevor sie sich festlegen.

Was macht einen Bürotag den Weg wert?

Die Nachfrage verteilt sich nicht über die Woche. Sie staut sich in der Mitte.

HubStar hat die Belegung in 173 Gebäuden in 13 Ländern ausgewertet und festgestellt, dass Dienstag fast überall der stärkste Tag ist, mit 58,6 Prozent durchschnittlicher Belegung gegenüber 34,5 Prozent am Freitag. In London erreichten Dienstage 75 Prozent. Dein Kapazitätsproblem und dein Leerstandsproblem sind dasselbe Gebäude an verschiedenen Vormittagen.

Ankertage lösen das, und es lohnt sich, genau zu sagen, warum. Sich selbst überlassen, landen alle Teams auf denselben zwei Tagen, weil alle gleich darüber nachdenken, welche Tage sich lohnen. Wenn jedes Team seine Ankertage bewusst wählt, lassen sie sich staffeln. Marketing nimmt Montag und Dienstag, IT nimmt Mittwoch und Donnerstag, und der Dienstagsandrang hört auf, einer zu sein. Die Teams bekommen ihre Überschneidung weiterhin. Das Gebäude läuft nicht mehr an einem Tag auf 75 Prozent und am nächsten auf 35.

Das ist deshalb wichtig, weil es darum geht, wofür Mitarbeitende kommen. Gallup hat hybrid arbeitende Menschen gefragt, was einen Bürotag wertvoll macht: 55 Prozent nannten Beziehungen zu Kolleginnen und Kollegen, 44 Prozent das persönliche Gespräch mit der Führungskraft, 43 Prozent die gemeinsame Arbeit an etwas. Niemand kommt wegen eines Arbeitsplatzes. Alle kommen wegen der Menschen an den anderen Arbeitsplätzen, und deshalb fühlt sich ein Büro bei 35 Prozent Belegung nach einem umsonst gemachten Weg an, obwohl reichlich Platz ist.

Die Flächen selbst passen oft nicht zur Arbeit. JLL beobachtet, dass Unternehmen Einzelbüros abbauen und gleichzeitig Telefonboxen (plus 41 Prozent), Fokusräume (plus 30 Prozent) und kleine Besprechungsräume (plus 29 Prozent) ausbauen. So sieht die Korrektur aus, und die meisten Büros stecken mittendrin. Mitarbeitende kommen für Zusammenarbeit und verbringen den Tag dann mit Videocalls an einem offenen Arbeitsplatz, was schlechter ist als zu Hause.

Yoffix ist dafür gebaut. Ankertage werden pro Team gesetzt, lassen sich über die Woche staffeln, und du siehst die Wirkung auf die Spitzenlast, bevor du dich festlegst. Teamzonen können an verschiedenen Tagen verschiedenen Teams zugeordnet werden, sodass dieselbe Fläche montags und dienstags dem Marketing dient und mittwochs und donnerstags der IT, statt an einem der Tage halb leer zu stehen. Mitarbeitende sehen, wer kommt, bevor sie entscheiden, buchen einen Arbeitsplatz in der Nähe ihres Teams statt irgendwo, und reservieren einen Raum für das Gespräch, wegen dem sie gekommen sind. Wo der Arbeitsweg die Hürde ist, lässt sich der Parkplatz genauso buchen.

Darf ein Arbeitgeber in Deutschland Büroanwesenheit vorschreiben?

Ja, aber nicht im Alleingang, wenn es einen Betriebsrat gibt.

Der Arbeitgeber entscheidet, ob es mobile Arbeit überhaupt gibt und in welchem Umfang. Das ist nicht mitbestimmt. Mitbestimmt ist die Ausgestaltung, und dort spielt sich der Großteil einer Rückkehrregelung ab. Nach § 87 Abs. 1 Nr. 14 BetrVG bestimmt der Betriebsrat bei der Ausgestaltung mobiler Arbeit mit, und dazu gehören feste Präsenztage, ihre Lage in der Woche und das Verfahren für Anträge.

Das LAG München hat das im August 2023 konkretisiert und einem Arbeitgeber untersagt, vier Präsenztage pro Monat anzuordnen, weil das von einer bestehenden Betriebsvereinbarung abwich. Eine zweite Einschränkung ist ebenfalls relevant: Die Änderung des Arbeitsorts kann eine Versetzung nach § 99 BetrVG darstellen, die gesondert die Zustimmung des Betriebsrats braucht.

Praktisch heißt das, dass der schnellste Weg in Deutschland der verhandelte ist, und die Struktur, die dabei herauskommt, liegt meist auf Teamebene statt unternehmensweit. Also genau bei dem Modell, auf das die Forschung ohnehin hinweist. Die rechtliche Vorgabe führt dich zur besseren Lösung.

Führ dieses Gespräch am Anfang des Prozesses und nicht, indem du eine fertige Regelung zur Zustimmung vorlegst. Und bring Zahlen mit. Auswertungen in Yoffix lassen sich anonymisieren, mit konfigurierbaren Sichtbarkeits- und Aufbewahrungsregeln, sodass Auslastungsdaten die Diskussion stützen können, statt selbst zum Streitpunkt zu werden.

Wie misst du, ob die Regelung funktioniert?

Anwesenheit sagt dir, dass Menschen da waren. Sie sagt dir nicht, ob der Tag etwas gebracht hat.

Vier Größen sind aussagekräftiger.

Team-Überschneidung. Wie oft ein Team gleichzeitig im Büro ist, nicht wie oft die einzelnen Mitglieder im Büro sind. Das kommt dem am nächsten, wofür Mitarbeitende nach eigener Aussage kommen. Ein Team, das individuell auf drei Tage kommt und sich nie überschneidet, hat eine gescheiterte Regelung, die auf dem Papier gut aussieht.

Einhaltung der Ankertage. Wie verlässlich Mitarbeitende die Tage schaffen, auf die sich ihr Team geeinigt hat. Ist die Quote niedrig, stimmen die Tage nicht oder etwas anderes steht im Weg, und beides lässt sich beheben. Die Gesamtanwesenheit kann dabei unverändert aussehen, während es darunter auseinanderfällt.

Reserve am Spitzentag. Wie viel Platz zur stärksten Stunde des stärksten Tages noch frei ist. Sobald an der Spitze Arbeitsplätze oder Räume ausgehen, verlieren Mitarbeitende das Vertrauen darauf, einen Platz zu finden, und hören auf zu kommen.

Auslastung gegen ein Ziel, das du für realistisch hältst. JLL merkt an, dass sich die Lücke zwischen tatsächlicher und angestrebter Auslastung auch deshalb verkleinert hat, weil Unternehmen ihre Ziele gesenkt haben. Das ist ein legitimer Weg. Ein Büro, das für eine Belegschaft gebaut wurde, die es nicht mehr gibt, ist nicht unterausgelastet, sondern zu groß.

Frag zusätzlich die Menschen selbst. Die Produktivitätsforschung des Fraunhofer IAO zeigt, dass die brauchbaren Frühindikatoren Dinge wie Wissenstransfer, gegenseitige Unterstützung und Teamzusammenhalt sind, die sich verändern, bevor die Leistung messbar nachlässt. Kurze regelmäßige Befragungen fangen das ab, solange du noch reagieren kannst.

Yoffix wertet Überschneidung, Einhaltung und Auslastung nach Etage, Zone, Team und Tag aus, mit Wochenberichten für Teamleitungen. Abwesenheitsdaten synchronisieren aus Personio, HiBob, BambooHR, HRworks und SAP SuccessFactors, damit die Belegungszahlen abbilden, wer tatsächlich verfügbar war, und Urlaubstage nicht als Nichterscheinen zählen.

Wie baust du einen Plan für die Rückkehr ins Büro?

Der Reihe nach:

Finde heraus, wofür deine Teams einander wirklich brauchen.

Keine Umfrage, ob Mitarbeitende das Büro mögen. Ein Gespräch mit Teamleitungen darüber, welche Arbeit per Video schlecht läuft, wo Onboarding hakt und welche Projekte zwei Abteilungen in einem Raum brauchen.

Prüf, wie viele Menschen dein Gebäude fassen kann.

Arbeitsplätze und Räume zur stärksten Stunde des stärksten Tages, gegen die Zahl der Menschen, die eine bestimmte Regelung hineinschicken würde. Wenn die Rechnung nicht aufgeht, weißt du es vorher und nicht hinterher.

Setz den Rahmen und gib die Tage ab.

Die Führungsebene entscheidet über das Minimum und die Fairness-Regeln. Teams wählen darin ihre Ankertage, und du staffelst sie über die Woche, statt alle auf Dienstag laufen zu lassen.

Sprich in Deutschland früh mit dem Betriebsrat.

Die Ausgestaltung ist mitbestimmt, also wird ohnehin verhandelt. Früh kostet weniger als eine fertige Regelung noch einmal aufzumachen.

Bring in Ordnung, was Mitarbeitende vorfinden.

Einen Ort zum Nachdenken, einen Ort zum Reden und einen Anlass für Teams, die sonst nie miteinander sprechen, sich zu begegnen. Präsenz ohne das bringt Anwesenheit und sonst nichts.

Schau danach auf Überschneidung und Einhaltung statt auf Kopfzahlen, und rechne damit, nachzujustieren. Die Teams, die ihre Tage falsch gewählt haben, sagen es dir innerhalb eines Monats.

Fazit

Die Unternehmen, bei denen das funktioniert, haben weder die strengste noch die lockerste Regelung. Es sind die, deren Büro die Menschen fassen kann, die es einbestellt, und bei denen die Betroffenen mitentscheiden konnten.

Alles andere ist Rechnen mit Tagen.

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FAQ

What is a return-to-office policy?

A return-to-office policy sets how much time employees spend working from the office rather than remotely. It rarely means five days a week. In most companies it describes a move toward more office presence, such as going from fully remote to two days, or from two days to three. The policy usually covers the minimum number of days, who decides which days those are, and how exceptions are handled.

Do return-to-office mandates work?

They reliably increase attendance. JLL found that 64% of organizations bringing in a mandate saw utilization rise. The effects beyond attendance are less certain. A study published in Nature found that two work-from-home days a week cut quit rates by about a third with no drop in performance, so a mandate that removes that flexibility carries a retention cost. Research from Fraunhofer IAO also found no direct link between time in the office and innovation, meaning presence on its own does not deliver the collaboration benefits mandates are usually meant to produce.

How many days per week should employees work from the office?

Around two, though no research identifies a universally optimal number. A study by Fraunhofer IAO and the Techniker Krankenkasse tracked two years of productivity data from about 11,000 employees and found productivity rose alongside home office up to roughly 60% of the week, then declined. That works out to about two office days. The figure is an average from one organization, so it indicates where the tipping point sits rather than setting a target.

What are anchor days?

Anchor days are recurring days when a team works from the office together. They differ from a general attendance requirement because they coordinate who is in on the same day rather than counting how often each person attends. A team can meet a three-day requirement individually and still never overlap, which is the failure anchor days are designed to prevent.

Who should decide which days employees come into the office?

Teams, inside a frame set by the company. Gallup found that employees whose team sets its own schedule are the most likely to call the policy fair, at 90%, compared with 73% where leadership decides, and they also report the strongest effect on collaboration. Only 11% of employees currently work under a team-set schedule. Teams left entirely to themselves tend to converge on the same midweek days, so grouping teams that depend on each other and giving each group a different day keeps the office within capacity.

Can an employer require employees to return to the office in Germany?

Yes, but not unilaterally where a Betriebsrat exists. The employer decides whether mobile work is offered and how much of it. Under § 87 Abs. 1 Nr. 14 BetrVG the Betriebsrat co-determines how it works in practice, including fixed presence days and which days of the week they fall on. In August 2023 the LAG München stopped an employer from ordering four presence days a month because it departed from an existing Betriebsvereinbarung. Moving someone's place of work can also count as a Versetzung under § 99 BetrVG, which requires separate consent.